Tag: 10. November 2016

Statement von Lukas Törner; Stärkung der Interdisziplinarität und der Arbeit mit Praxispartnern im Studium

In dem Statement teilt Lukas Törner, der seinen Bachelor an der Leuphana Universität Lüneburg absolviert hat und aktuell seinen Master an der Zeppelin Universität Friedrichshafen macht, seine Ideen zur Hochschule der Zukunft. Er wünscht sich eine weitere Verstärkung der Interdisziplinarität im Studium und mehr transdisziplinäre Zusammenarbeit mit außeruniversitären Partnerorganisationen in Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Ein großes Potenzial sieht er zudem in der Nutzung digitaler Medien zur Verbesserung der Qualität in der Lehre sowie zum Austausch mit internationalen Studierenden.

Statement von Daniel Kehne: Bedeutung von Engagement und gesellschaftlicher Verantwortung für Alumni von Elite-Studiengängen

In dem Statement teilt Daniel Kehne, der die Integreat-App für Geflüchtete entwickelt hat und die Tür an Tür – Digital Factory gGmbH gegründet hat, seine Ideen zur Hochschule der Zukunft. Er wünscht sich generell ein weniger „Lebenslauf-getriebenes“ Studienverhalten und betont die Wirkungen, die soziale Projekte im Curriculum auf die KommilitonInnen seines Elitestudiengangs an der Universität Augsburg haben.

Statement von Harold Becker: Anwendung des im Studium erworbenen Wissens im Dienst des Gemeinwohls

In dem Statement teilt Harold Becker, der ehemalige Geschäftsführer der Regionalgeschäftsstelle des Paritätischen Hessen und Vertreter der zivilgesellschaftlichen Partnerorganisationen an der Universität Kassel (https://www.uni-kassel.de/ukt/), seine Ideen zur Hochschule der Zukunft.

Für die Zukunft der Hochschulen ist für ihn die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft durch Service Learning wichtig. Durch Service Learning kann im Studium erworbenes Wissen im Dienste des Gemeinwohls angewendet werden und eine zivilgesellschaftliche Öffnung der Hochschulen realisiert werden.

Statement von Christina Hunn: Lehre als Unterstützung der Studierenden beim Finden gesellschaftlicher Herausforderungen

In dem Statement teilt Christina Hunn, die an der Social Entrepreneurship Akademie (http://www.seakademie.de) die Qualifizierungsangebote leitet und die „Global Entrepreneurship Summer School“ (http://globalsummerschool.org) organisiert, ihre Ideen zur Hochschule der Zukunft.

Die Zukunft der Hochschule sieht sie in realen Projekten, in denen Studierende ganz unterschiedlicher Disziplinen zusammenkommen, um gemeinsam mit Hochschullehrenden sowie Bürgerinnen und Bürgern an der Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen zu arbeiten. Sie wünscht sich von Hochschulen noch mehr die Rolle als „Zukunftswegweiser“ für unsere Gesellschaft.

Statement von Stephan de la Peña Kick: Förderung der Potenziale junger Menschen durch Studium und Lehre

In dem Statement teilt Stephan de la Peña Kick, der in Südamerika mit dem Aufbau eines Social Entrepreneurship Education Network (http://www.se-education.net
) startete und aktuell Projekte wie das Refugee Innovation Challenge (http://refugeeinnovationchallenge.org
) durchführt, seine Ideen für eine Hochschule der Zukunft.

Er appelliert daran das Potenzial junger Menschen zur Verbesserung von Umwelt und Gesellschaft anzuerkennen und Unterstützungsangebote an Hochschulen zu schaffen. Die Unterstützungsangebote sollen Studierenden helfen während ihrer Studienzeit ihre eigenen Themen und gesellschaftlichen Herausforderungen zu finden sowie bei der Suche nach Lösungsansätzen für diese Herausforderungen zu begleiten und ggfs. auch bei der Gründung von Sozialunternehmen zu fördern.

Statement von Ann-Kathrin Watolla: Digitalisierung als Chance für die Öffnung von Hochschulen für neue Zielgruppen

In dem Statement teilt Ann-Kathrin Watolla, die an der Leuphana Universität Lüneburg die Digital School geleitet hat, ihre Ideen zur Hochschule der Zukunft.

Sie sieht in der Vernetzung und Digitalisierung eine Chance für die Öffnung von Hochschulen für neue Zielgruppen und wünscht sich für die Zukunft der Hochschulen, dass die Möglichkeiten der digitalen Medien zur Kooperation und Kollaboration konsequenter genutzt werden. Besonders in der Lehre und der Gestaltung des Campuslebens sollten die Hochschulen die heutige Medienwelt aufgreifen und Angebote schaffen, die einen Beitrag zur Aufklärung in der künftigen Gesellschaft leisten.

Statement von Claudia Bremer: Neue Möglichkeiten der Interaktion zwischen Hochschulen und Öffentlichkeit

In dem Statement teilt Claudia Bremer, die im Rahmen des Interdisziplinären Kollegs Hochschuldidaktik an der Goethe-Universität Frankfurt am Projekt „civicOER“ (http://civicOER.org
) mitarbeitet, ihre Ideen zur Hochschule der Zukunft.

Die digitalen Medien bieten aus ihrer Sicht den Hochschulen neue Möglichkeiten zur Kommunikation und Interaktion mit der internationalen wissenschaftlichen Community sowie den Bürgerinnen und Bürgern und regionalen Stakeholdern in den Medien, der Politik und der Wirtschaft. In studentischen Initiativen sieht sie eine große Chance für forschungsnahes Lernen, um Bedarfe und Herausforderungen aus der Zivilgesellschaft aufzugreifen und die Ergebnisse der Projekte über die Studierenden wieder in den öffentlichen Raum zurückzubringen.

Statement von Andrea Koch-Thiele: Förderung der Eigeninitiative in Studium und Lehre durch studentische Initiativen

In dem Statement teilt Dr. Andrea Koch-Thiele, die an der Ruhr-Universität Bochum das QPL-Projekt „inSTUDIES“ (http://www.ruhr-uni-bochum.de/instudies/) koordinierte und sich dort mit der Förderung studentischer Projektinitiativen befasst, ihre Ideen für eine Hochschule der Zukunft. Für sie ist es wichtig, dass Studium und Lehre mehr offene und kreative Formate bieten, die Studierende unterstützen ihre persönlichen Potenziale zu entfalten und an der Gestaltung der zukünftigen Gesellschaft teilzuhaben.

Statement von Michael Wihlenda: Integration informellen Lernens und gemeinwohlbezogener Praxis in Studium und Lehre

In dem Statement teilt Michael Wihlenda, der an der Universität Tübingen die World Citizen School (http://worldcitizen.school) aufgebaut hat und leitet, seine Ideen für eine Hochschule der Zukunft. Er fordert innovative Anerkennungssysteme für das Lernen im Kontext studentischer Initiativen und weist auf die Chancen digitaler Medien für die Zukunft des Lernens hin. Er betont dabei die Möglichkeiten zur Vernetzung zwischen formalen und nicht-formalen Lernräumen und wünscht sich eine Überwindung von überkommenen Dichotomien im Theorie-Praxis-Verständnis.

Statement von Frauke Godat: Verbindung von Theorie und Praxis durch Lehre in echten Projekten

In dem Statement teilt Frauke Godat, die an der Christian-Albrechts-Universität die Angebote des Zentrums für Lehr- und Lerninnovation im Rahmen des QPL-Projekts „PerLe“ (https://www.perle.uni-kiel.de) leitet, ihre Ideen zur Hochschule der Zukunft.

Die Zukunft der Hochschule sieht sie in neuen Bildungsformaten, die Lehre und Studium lebendiger und demokratischer gestalten, indem Studierende gesellschaftliche Anliegen reflektieren und durch echte Projekte in Theorie und Praxis mit Leidenschaft lernen. In der Begleitung selbstorganisierter Lern- und Entwicklungsprozesse sieht sie eine wichtige Aufgabe der Lehrenden.