Forschung & Entwicklung

Im Gespräch mit Holger Krimmer: Digitalisierung der Zivilgesellschaft und Zukunftskompetenzen junger Menschen

Zum 9. Dialogforum „Wissen in Bewegung“ sprechen wir mit Dr. Holger Krimmer Mitglied der Geschäftsleitung des Stifterverbandes und Geschäftsführer der ZiviZ gGmbH im Stifterverband. Gemeinsam diskutieren wir: Wie verändert sich die Zivilgesellschaft aktuell durch die Digitalisierung? Welche Haltungen und Kompetenzen sollten Hochschulen in der Lehre fördern, um junge Menschen für neue Formen der Selbstorganisation zu befähigen?

Im Gespräch mit Daniel Lang und Annika Weiser: Partizupative Stadtentwicklung und die Rolle der Hochschulen als Zukunftsmacher

Wir sprechen mit Prof. Dr. Daniel Lang und Dr. Annika Weiser über ihre Arbeit als Forscher*innen und Lehrende in Kooperationsprozessen im Bereich der transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung. Daniel Lang verantwortet dort die transdisziplinären Lehrforschungsprojekte und leitet diverse nachhaltigkeitswissenschaftliche Projekte. Annika Weiser ist ehem. wiss. Mitarbeiterin im Projekt Zukunftsstadt Lüneburg 2030+ und nun PostDoc und koordiniert das Modul „Wissenschaft trägt Verantwortung“.

Im Gespräch mit Thomas Röbke: Potenziale der Kooperation zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft

Zum zweiten Online-Event des Dialogforums „Wissen in Bewegung“ sprechen wir mit Dr. Thomas Röbke darüber, welche Anliegen die Zivilgesellschaft an die Zusammenarbeit mit Hochschulen heranträgt und welchen Beitrag die Wissenschaften für die Zivilgesellschaft leisten können. Das Online-Event ist Teil einer Veranstaltungsreihe, in deren Rahmen wir mit Gästen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft in den Dialog treten – um der Frage nachzugehen, welche Hochschulen unsere Zivilgesellschaft in Zukunft braucht.

Im Gespräch mit Uwe Schneidwind: Von der Corona-Krise zur nachhaltigen Entwicklung durch transformative Wissenschaft

Zum Start des Dialogforums „Wissen in Bewegung“ sprechen wir mit Uwe Schneidewind (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie), darüber wie sich die Rolle der Hochschulen in der Gesellschaft nach der Corona-Krise verändern wird und welche Folgerungen für einen gesellschaftlichen Wandel zu ziehen sind. Das Online-Event ist der Auftakt einer Veranstaltungsreihe, in dessen Rahmen wir mit Gästen aus der Wissenschaft und Zivilgesellschaft in den Dialog gehen den nachgehen, welche Hochschulen unsere Zivilgesellschaft in Zukunft braucht.

Uwe Schneidewind hat an der Bergischen Universität Wuppertal eine Professur für Nachhaltigkeit und Innovationsmanagement inne. Er war (bis Ende April 2020) seit 10 Jahren Präsident und Geschäftsführer einer der renommierten Forschungseinrichtungen für Nachhaltigkeit in Deutschland, dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie.

Vorher hat er als Präsident der Universität Oldenburg Forschung und Lehre im Bereich Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung gefördert. Ab Mai 2020 engagiert er sich als Kandidat für das Oberbürgermeisteramt der Stadt Wuppertal für die Verbindung zwischen Zivilgesellschaft und Hochschule.
Sein 2018 erschienenes Buch „Die große Transformation. Eine Einführung in die Kunst des Gesellschaftlichen Wandels“ beschreibt die Fähigkeiten, die benötigt werden, kulturellen Wandel, kluge Politik, kreative Hochschulen, neues Wirtschaften und innovative Technologien miteinander zu verbinden.

Das Gespräch wird von Michael Spencer musikalisch gerahmt. Er ist Communication Director, Japan Philharmonic Orchestra sowie Visiting Professor & Research Fellow am Research Centre for Music and Culture an der Ueno Gakuen University (Tokyo) und Global Fellow an derTama Graduate School for Business (Tokyo).

Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt mit dem Hochschulnetzwerk „Bildung durch Verantwortung“ statt, aus dessen Arbeitsgruppe „Hochschule der Zukunft“ sie im Kontext des internationalen Programms Societal Transformation Labs von Otto Scharmer (MIT und Presencing-Institut) hervorgeht. Die Veranstaltungsreihe wird unterstützt durch das BMBF-Projekt „Mensch in Bewegung“, im Rahmen der Bund-Länder-Förderinitiative „Innovative Hochschule“.

Die jeweils 60-minütigen Termine der Veranstaltungsreihe finden jede zweite Woche (freitags, 13 Uhr) via Crowdcast statt: https://www.crowdcast.io/e/wissen-in-bewegung

Keynote Prof. Dr. Wolfgang Stark „Hochschulen der Zukunft im internationalen Diskurs“

Unter dem Titel „Hochschulen der Zukunft im internationalen Diskurs“ hielt Prof. Dr. Wolfgang Stark, Universität Essen-Duisburg, eine Keynote im Rahmen der Jahrestagung 2017 des Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung e.V. am 10.-11. Mai 2017 in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin.

Weitere Informationen: www.bildung-durch-verantwortung.de

Podiumsdiskussion u.a. bildungspolitischen Sprecher*innen (10.Mai 2017)

Podiumsdiskussion im Rahmen der Jahrestagung des Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung e.V. zum Thema „Hochschule der Zukunft“, die vom 10. – 11. Mai 2017 in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin stattfand.

Das von Gabriele Bartsch, Agentur mehrwert, moderierte Podium, bestand aus Alexandra Dinges-Dierig, MdB CDU, Dr. Ernst-Dieter Rossmann, MdB SPD, Krista Sager, Bündnis 90/Die Grünen, Prof. Dr. Bernhard Eitel, Rektor Universität Heidelberg und Stellvertretender Vorsitzender Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg, Dr. Volker Meyer-Guckel, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

Podium: Engagierte Wissenschaft – Gesellschaftliche Öffnung von Hochschulen in Forschung und Lehre

Neben dem Streben nach Exzellenz in Forschung und Lehre gewinnt an Hochschulen und Universitäten in ganz Europa die sogenannte „Dritte Mission“ und eine zivilgesellschaftliche Öffnung der Wissenschaft an Bedeutung. Es handelt sich um einen Ausbau der Zusammenarbeit mit Akteuren aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft und eine Stärkung der strategischen Rolle der Wissenschaft im regionalen Innovationssystem. Die Kernprozesse in Forschung und Lehre sollen im Bund-Länder-Programm „Innovative Hochschule“ um eine Praxis technologischer und sozialer Innovationen erweitert, welche „noch effizienter kreative Lösungen für die drängenden Herausforderungen unserer Zeit“ und „in Zukunft eine treibende Kraft für unseren Wohlstand und unsere Lebensqualität“ versprechen. In der Podiumsdiskussion gehen wir dem Beitrag „Engagierter Hochschulen“ in diesem Verständnis von Wissenschaft in der Gesellschaft nach.

Die Podiumsdiskussion ist Teil der Veranstaltung „Engagierte Hochschule“ (www.engagierte-hochschule.org).

Teilnehmende:
Prof. Dr. Gaby Gien, Präsidentin der katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
Dr. Thomas Röbke, Sprecher des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement
Prof. Dr. Wolfgang Stark, Vorsitzender des Hochschulnetzwerks Bildung durch Verantwortung e.V.
Dr. Maik Eichelbaum, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Prof. Dr. em. Manfred Hofer, Universität Mannheim

Moderation: Dr. Volker Meyer-Guckel, Stifterverband
Videoproduktion: Jonathan Huber & Benjamin Wildfeuer

Keynote: Engagierte Hochschule – Einheit von Forschung und Lehre mit mehrWert

Für die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) ist gesellschaftliche Verantwortung in Forschung und Lehre, die sich auch in studentischem Engagement für das Gemeinwohl ausdrückt, von zentraler Bedeutung. Als einzige Katholische Universität im deutschen Sprachraum stellt der „K-Faktor“ ein Alleinstellungsmerkmal dar, der sich auf den etymologischen Wortsinn des Begriffs „katholisch“ bezieht und einen ganzheitlichen Ansatz bezeichnet, der sich „durch Forschung und Lehre und durch die verschiedenen Dienste, die sie den örtlichen, nationalen und internationalen Gemeinschaften zu deren Nutzen erbringt“ ausdrückt. Der Vortrag stellt die im Rahmen des Programms „Campus & Gemeinwesen“ entwickelte Strategie der KU vor.

Die Keynote von Prof. Dr. Gaby Gien, der Präsidentin der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, ist Teil der Veranstaltung „Engagierte Hochschule“ (www.engagierte-hochschule.org).

Moderation: Dr. Isabell Lisberg-Haag
Videoproduktion: Jonathan Huber & Benjamin Wildfeuer

Keynote: Innovative Hochschule – Zusammenarbeit von Hochschulen mit Wirtschaft und Gesellschaft

Die Förderinitiative „Innovative Hochschule“ nimmt die – neben Forschung und Lehre – sogenannte dritte Mission „Transfer und Innovation“ in den Blick und richtet sich besonders an kleine und mittlere Universitäten und an Fachhochschulen. Ihr Wissen und ihre Ergebnisse aus der Forschung sollen zum Nutzen der Gesellschaft und Wirtschaft veredelt werden. Für diese Förderinitiative stellen Bund und Länder gemeinsam bis zu 550 Millionen Euro für zehn Jahre zur Verfügung. Der Vortrag stellt die neue Bund-Länder-Initiative vor.

Die Keynote von Dr. Maik Eichelbaum, Referat Neue Instrumente und Programme der Innovationsförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), ist Teil der Veranstaltung „Engagierte Hochschule“ (www.engagierte-hochschule.org).

Moderation: Dr. Isabell Lisberg-Haag
Videoproduktion: Jonathan Huber & Benjamin Wildfeuer

Vortrag von Elif Öszmen: Wer oder was ist die „Zivilgesellschaft“? Begriffsverständnis eines weit verbreiteten Phänomens

Der Begriff der Zivilgesellschaft gehört seit den frühen 1980er Jahren zu den beliebten Schlagworten öffentlicher Debatten. Hierbei wird „Zivilgesellschaft“ durchweg positiv konnotiert; sie gilt als etwas Gutes, zivilgesellschaftliches Engagement daher als wertvoll und förderungswürdig. Auch in akademischen Debatten wird das Konzept der Zivilgesellschaft mit Erwartungen angereichert, die zum Teil schwärmerische Züge aufweisen. Dass der Begriff der Zivilgesellschaft sich einer eindeutigen Bestimmung entzieht, wird im ersten Teil des Vortrages durch eine ideengeschichtliche und politikphilosophische Einordnung gezeigt werden. Im zweiten Teil wird das öffentliche Vorurteil zugunsten der Zivilgesellschaft kritisch hinterfragt werden. Mit Blick auf konkrete Beispiele wie auch anhand grundsätzlicher Überlegungen lässt sich jedenfalls bezweifeln, dass zivilgesellschaftliche Akteure grundsätzlich anerkennungswürdig oder die Zivilgesellschaft immer gut sind. Letztlich erhellt sich der Wert der Zivilgesellschaft erst aus ihrer Verbindung mit einem demokratischen Ethos.

Die Keynote von Prof. Dr. Elif Özmen, die im Jahr 2016 von der Universität Regensburg an die Justus-Liebig-Universität Gießen wechselte, ist Teil der Veranstaltung „Engagierte Hochschule“ (www.engagierte-hochschule.org).

Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Stark
Videoproduktion: Jonathan Huber & Benjamin Wildfeuer