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Entwicklung lokaler Prototypen durch Teilnahme am „Societal Transformation Lab“ vor der Corona-Pandemie

10. November 2020
Roman Schuster

Vor der Corona Pandemie im Jahr 2019 wurden digitale Technologien und interaktive Medien durch die Arbeitsgruppe „Hochschule der Zukunft“ nicht als Ersatz, sondern im Sinne einer hybriden Anreicherung genutzt. Ausgangspunkt für das Wirken der Arbeitsgruppe war die Wissensvermittlung durch den globalen MOOC zur Einführung in die Theorie U von Otto Scharmer (https://www.edx.org/course/ulab-leading-from-the-emerging-future). Nach der Auswahl des Teams der Arbeitsgruppe “Hochschule der Zukunft” am ersten “Societal Transformation Lab” fand die verteilte Zusammenarbeit über die Plattform “Mighty Networks” (https://presencing-institute.mn.co/groups/951393/discovery) statt. Im Blended Learning-Format wurde in die Werkzeuge und Methoden zur Gestaltung eines Transformationsprozesses auf der Basis der Theorie U als Multiplikator*innen ausgebildet.

Eine Schlüsselerfahrung für alle Beteiligten war die systemische Aufstellung des Hochschulsystems und seines Kontexts, in den Räumlichkeiten der Impact-Initiative der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Die Methode des “4D-Mapping” nach dem Ansatz des “Social Presencing Theater” veranschaulichte eindrucksvoll die Bedeutung des Zwischenraums zwischen den Stellvertreter*innen der systemischen Akteure des Hochschulsystems respektive der Folgen und Nebenwirkungen ihres jeweiligen Handeln und “miteinander-in-Beziehung-Tretens”. Medial wurde die Aufstellung durch die Aufzeichnung im 360-Grad-Format dokumentiert und somit einer videographischen Analyse zugänglich gemacht.

Die Ergebnisse des Prozesses im Jahr 2019 gingen an den beteiligten Hochschulen in die Entwicklung lokaler Prototypen ein. An der Hochschule Biberach erhielten beispielsweise Isabell Osann und Henrike Mattheis ein Fellowships für Innovation in der Hochschullehre auf Basis eines Lehrprogramms, das im Kontext der Beteiligung am u.Lab entstanden war (https://www.stifterverband.org/lehrfellowships/2019/osann_mattheis). An der KU gingen die Einsichten und Erfahrungen in die Weiterentwicklung der institutionellen Transferstrategie sowie in einen Antrag zur Gründungsförderung mit Schwerpunktsetzung auf “Gesellschaftlicher Verantwortung durch unternehmerisches Lernen” ein, das jedoch letztlich leider nicht zur Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) im Rahmen des Förderprogramms “Exist-Potentiale” (https://www.exist.de/DE/Programm/Exist-Gruendungskultur/EXIST-Potentiale/inhalt.html) ausgewählt wurde.