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Statement

Szenariotechnik ist eine Methode, mit deren Hilfe alternative Vorstellungen über positive und negative Entwicklungen in der Zukunft zu umfassenden Bildern und Modellen, d. h. möglichen und wahrscheinlichen »Zukünften«, zusammengefasst werden. Szenarien sind also weder Prognosen, bei denen Extrapolationen gegenwärtiger Trends in die Zukunft erfolgen, noch realitätsferne Utopien und Phantasien, wie sie beispielsweise im Rahmen von Zukunftswerkstätten entwickelt werden. Mit der Szenario-Technik werden vielmehr quantitative Daten und Informationen mit qualitativen Einschätzungen und Wertvorstellungen verknüpft, so dass als Ergebnis detaillierte Beschreibungen mehrerer möglicher Zukunftssituationen unter ganzheitlichem Aspekt entstehen. Szenarien verknüpfen empirisch-analytische mit kreativ-intuitiven Elementen und sind insofern ein Denk- und Kommunikationsmodell für Wissenschaft, Politik, Unternehmen und gesellschaftliche Gruppen, um unsere komplizierte Welt überhaupt noch begreifen zu können und entscheidungsfähig zu bleiben.

Statement von Michael Vogel: Unternehmerisches Lernen für das Gemeinwohl

In dem Statement teilt Prof. Dr. Dr. Michael Vogel, der bereits im Jahr 2008 mit dem Ars Legendi-Preis des Stifterverbands ausgezeichnet wurde und aktuell an der Hochschule Bremerhaven das Projekt „Die Zeitschrift der Straße“ (http://zeitschrift-der-strasse.de
) leitet, seine Ideen für eine Hochschule der Zukunft. Er hinterfragt das traditionelle Rollenverständnis der Hochschulen und versteht unter der Freiheit von Forschung und Lehre völlig selbstverständlich auch die Mitverantwortung für gesellschaftliche Entwicklungen. Hinsichtlich der Rolle von Hochschulen in der Gesellschaft kommt Studierenden für ihn eine Schlüsselfunktion zu, weil sie die zentrale Schnittstelle zwischen Hochschule und Gesellschaft bilden.

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Statement von Lukas Törner; Stärkung der Interdisziplinarität und der Arbeit mit Praxispartnern im Studium

In dem Statement teilt Lukas Törner, der seinen Bachelor an der Leuphana Universität Lüneburg absolviert hat und aktuell seinen Master an der Zeppelin Universität Friedrichshafen macht, seine Ideen zur Hochschule der Zukunft. Er wünscht sich eine weitere Verstärkung der Interdisziplinarität im Studium und mehr transdisziplinäre Zusammenarbeit mit außeruniversitären Partnerorganisationen in Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Ein großes Potenzial sieht er zudem in der Nutzung digitaler Medien zur Verbesserung der Qualität in der Lehre sowie zum Austausch mit internationalen Studierenden.

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Statement von Daniel Kehne: Bedeutung von Engagement und gesellschaftlicher Verantwortung für Alumni von Elite-Studiengängen

In dem Statement teilt Daniel Kehne, der die Integreat-App für Geflüchtete entwickelt hat und die Tür an Tür – Digital Factory gGmbH gegründet hat, seine Ideen zur Hochschule der Zukunft. Er wünscht sich generell ein weniger „Lebenslauf-getriebenes“ Studienverhalten und betont die Wirkungen, die soziale Projekte im Curriculum auf die KommilitonInnen seines Elitestudiengangs an der Universität Augsburg haben.

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Statement von Harold Becker: Anwendung des im Studium erworbenen Wissens im Dienst des Gemeinwohls

In dem Statement teilt Harold Becker, der ehemalige Geschäftsführer der Regionalgeschäftsstelle des Paritätischen Hessen und Vertreter der zivilgesellschaftlichen Partnerorganisationen an der Universität Kassel (https://www.uni-kassel.de/ukt/), seine Ideen zur Hochschule der Zukunft.

Für die Zukunft der Hochschulen ist für ihn die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft durch Service Learning wichtig. Durch Service Learning kann im Studium erworbenes Wissen im Dienste des Gemeinwohls angewendet werden und eine zivilgesellschaftliche Öffnung der Hochschulen realisiert werden.

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Statement von Christina Hunn: Lehre als Unterstützung der Studierenden beim Finden gesellschaftlicher Herausforderungen

In dem Statement teilt Christina Hunn, die an der Social Entrepreneurship Akademie (http://www.seakademie.de) die Qualifizierungsangebote leitet und die „Global Entrepreneurship Summer School“ (http://globalsummerschool.org) organisiert, ihre Ideen zur Hochschule der Zukunft.

Die Zukunft der Hochschule sieht sie in realen Projekten, in denen Studierende ganz unterschiedlicher Disziplinen zusammenkommen, um gemeinsam mit Hochschullehrenden sowie Bürgerinnen und Bürgern an der Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen zu arbeiten. Sie wünscht sich von Hochschulen noch mehr die Rolle als „Zukunftswegweiser“ für unsere Gesellschaft.

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Statement von Stephan de la Peña Kick: Förderung der Potenziale junger Menschen durch Studium und Lehre

In dem Statement teilt Stephan de la Peña Kick, der in Südamerika mit dem Aufbau eines Social Entrepreneurship Education Network (http://www.se-education.net
) startete und aktuell Projekte wie das Refugee Innovation Challenge (http://refugeeinnovationchallenge.org
) durchführt, seine Ideen für eine Hochschule der Zukunft.

Er appelliert daran das Potenzial junger Menschen zur Verbesserung von Umwelt und Gesellschaft anzuerkennen und Unterstützungsangebote an Hochschulen zu schaffen. Die Unterstützungsangebote sollen Studierenden helfen während ihrer Studienzeit ihre eigenen Themen und gesellschaftlichen Herausforderungen zu finden sowie bei der Suche nach Lösungsansätzen für diese Herausforderungen zu begleiten und ggfs. auch bei der Gründung von Sozialunternehmen zu fördern.

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Statement von Ann-Kathrin Watolla: Digitalisierung als Chance für die Öffnung von Hochschulen für neue Zielgruppen

In dem Statement teilt Ann-Kathrin Watolla, die an der Leuphana Universität Lüneburg die Digital School geleitet hat, ihre Ideen zur Hochschule der Zukunft.

Sie sieht in der Vernetzung und Digitalisierung eine Chance für die Öffnung von Hochschulen für neue Zielgruppen und wünscht sich für die Zukunft der Hochschulen, dass die Möglichkeiten der digitalen Medien zur Kooperation und Kollaboration konsequenter genutzt werden. Besonders in der Lehre und der Gestaltung des Campuslebens sollten die Hochschulen die heutige Medienwelt aufgreifen und Angebote schaffen, die einen Beitrag zur Aufklärung in der künftigen Gesellschaft leisten.

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Statement von Claudia Bremer: Neue Möglichkeiten der Interaktion zwischen Hochschulen und Öffentlichkeit

In dem Statement teilt Claudia Bremer, die im Rahmen des Interdisziplinären Kollegs Hochschuldidaktik an der Goethe-Universität Frankfurt am Projekt „civicOER“ (http://civicOER.org
) mitarbeitet, ihre Ideen zur Hochschule der Zukunft.

Die digitalen Medien bieten aus ihrer Sicht den Hochschulen neue Möglichkeiten zur Kommunikation und Interaktion mit der internationalen wissenschaftlichen Community sowie den Bürgerinnen und Bürgern und regionalen Stakeholdern in den Medien, der Politik und der Wirtschaft. In studentischen Initiativen sieht sie eine große Chance für forschungsnahes Lernen, um Bedarfe und Herausforderungen aus der Zivilgesellschaft aufzugreifen und die Ergebnisse der Projekte über die Studierenden wieder in den öffentlichen Raum zurückzubringen.

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Statement von Andrea Koch-Thiele: Förderung der Eigeninitiative in Studium und Lehre durch studentische Initiativen

In dem Statement teilt Dr. Andrea Koch-Thiele, die an der Ruhr-Universität Bochum das QPL-Projekt „inSTUDIES“ (http://www.ruhr-uni-bochum.de/instudies/) koordinierte und sich dort mit der Förderung studentischer Projektinitiativen befasst, ihre Ideen für eine Hochschule der Zukunft. Für sie ist es wichtig, dass Studium und Lehre mehr offene und kreative Formate bieten, die Studierende unterstützen ihre persönlichen Potenziale zu entfalten und an der Gestaltung der zukünftigen Gesellschaft teilzuhaben.

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Statement von Michael Wihlenda: Integration informellen Lernens und gemeinwohlbezogener Praxis in Studium und Lehre

In dem Statement teilt Michael Wihlenda, der an der Universität Tübingen die World Citizen School (http://worldcitizen.school) aufgebaut hat und leitet, seine Ideen für eine Hochschule der Zukunft. Er fordert innovative Anerkennungssysteme für das Lernen im Kontext studentischer Initiativen und weist auf die Chancen digitaler Medien für die Zukunft des Lernens hin. Er betont dabei die Möglichkeiten zur Vernetzung zwischen formalen und nicht-formalen Lernräumen und wünscht sich eine Überwindung von überkommenen Dichotomien im Theorie-Praxis-Verständnis.

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