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Prof. Dr. Claus Leggewie: Planetar denken. Eine Herausforderung für die Geistes-wissenschaften

21.Januar | 18:00 - 19:30

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Die Conditio Humana zu bestimmen, war der Monopolanspruch der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften: Im Mittelpunkt der Mensch. Protagonisten der politischen Ökologie mahnten eine Korrektur an: „Was das neue Klimaregime in Frage stellt, ist weniger der zentrale Ort des Menschen als seine Zusammensetzung, seine Präsenz, seine Konfiguration“ (Latour). Die Souveränitätsillusion individueller und kollektiver Akteure steht auf dem Prüfstand und kehrt die Frage nach dem Verhältnis von Prinzipal und Agent um: Menschen haben tief in den Planeten eingegriffen und sind selbst zu einer geologischen Macht geworden, aber sie finden keinen Weg aus der von ihnen verursachten Zerstörung ihrer Umwelt. Interdisziplinäres planetares Denken eröffnet hier neue Denkräume und Perspektiven.
Claus Leggewie (*1950) ist Professor für Politikwissenschaft und seit 2015 erster Inhaber der Ludwig Börne-Professur an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Nach dem Studium der Sozialwissenschaften und Geschichte in Köln und Paris promovierte und habilitierte er an der Universität Göttingen. Seit 1989 lehrt er als Professor an der JLU. Von 2007 bis 2015 war er zudem als Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts (KWI) in Essen sowie des Centre for Global Cooperation Research in Duisburg tätig. Von 2008 bis 2016 war er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen (WBGU). Anmeldung für die gesamte Vortragsreihe: https://mensch-in-bewegung.info/event/tnd/

Details

Datum:
21.Januar
Zeit:
18:00 - 19:30
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Veranstaltungsbeginn
21. Januar 2021 um 13 Uhr
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